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Mittwoch, 29. Januar 2020
Aktuell überschlagen sich die Ereignisse. Auf der einen Seite eigentlich etwas sehr schönes. Ungewohntes. Etwas zum Geniessen. Auf der anderen Seite diese Beklemmung, weil alles neu, ungewohnt, viel zu schnell. Die komplette Überforderung. Und die Angst, wenn man abbremst, könnte es wieder vorüber sein. Der gleiche Fehler. Wieder. Daher versuche ich irgendwie bei der Geschwindigkeit dennoch die Aussicht zu geniessen und möglichst auf der Fahrbahn zu bleiben. Ein kleiner bis zu weilen grosser Balanceakt.
Es wird viel gesprochen. Sehr viel. Noch nie eine so offene Beziehung geführt. Dies wirkt sich auch auf meine anderen Beziehungen aus. Ich sortiere, wer an der Geschwindigkeit teilhaben darf und die Informationen erhält und von wem sie ferngehalten werden. Durch diesen Zustand bin ich so so offen und ehrlich wie selten zuvor, mit den auserwählten Personen. Hingegen so verschlossen wie selten, mit den anderen.
Der Puls hat sich etwas beruhigt, ist aber immer noch erhöht und setzte gestern kurzfristig komplett aus. In Rekordzeit wurde die Familienkarte ausgespielt. Kennenlernen. Zusammen Essen. Mein Herz hat kurzfristig gestoppt, sich selbst überholt, wieder gestoppt, etc. Ein Durcheinander in meinem Körper. Wohlige Wärme und Vertrautheit, gemischt mit Glück und Zuversicht. Im selben Atemzug Panik, die stetige Nervosität, die komplette Überforderung. Alles etwas viel.
Der Anspruch von Aussen meint, ich solle es geniessen. Genau so der Anspruch meines Hirns. Es möchte weniger denken. Einfach Schritt für Schritt in Angriff nehmen. Gut, es würde gerne etwas bremsen, aber wenn das nicht möglich ist, möchte es rational an die Sache heran gehen. Das Herz? Ein Nervenbündeln. Nervosität aus Angst, Angst, dass alles so schnell wie es startet wieder zu Ende ist und es nicht einmal merkt, was alles passiert ist. Nervös vor lauter Freude über all die Kleinigkeiten, Komplimente und das grosse Vertrauen das geschenkt wird.
Die Achterbahnfahrt geht weiter. Atmen. Geniessen. Irgendwie. Und atmen. Ab und zu den Körper zum Essen zwingen, auch eine schwierige Angelegenheit zum aktuellen Zeitpunkt. Die Jeans sitzt wieder tight. Aber die Gefahr von Kreislauf ist der nette Begleiter. Atmen. Schritt für Schritt. Atmen. Auf der Fahrbahn bleiben. Geniessen... und atmen.

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